EAF-PROJEKTE
Deutsche Wertarbeit

Seit über 30 Jahren repräsentiert Ernst August Feil durch Fortbildung und praktischer Umsetzung das Rechnungswesen.

Ernst August Feil begann im Jahr 1981 in Leimen/Baden als Dozent für Steuern und Buchführung. Gründete, die Kaufmännische Akademie Feil, war mehrere Jahre Geschäftsführer der Feil & Merten Steuerberatungsgesellschaft mbH und führt heute die EAF-PROJEKTE Limited.

Die EAF-PROJEKTE Limited erbringt Dienstleistungen im Bereich Rechnungswesen, Lohnabrechnungen und betrieblicher Altersversorgung.

Die EAF-PROJEKTE Limited beschäftigt Diplom Kaufleute, Betriebswirte, Bilanzbuchhalter, Bankkaufleute, Groß- und Außenhandelskaufleute, Spezialisten für betriebliche Altersversorgung und Steuersachbearbeiter.

EAF-PROJEKTE Limited verkörpert die Tradition des hochwertigen deutschen Rechnungswesens durch Nutzung aktueller Datentechnik der DATAC AG.

Durch digitales scannen, auch vor Ort beim Kunden, hängen die Urkunden in der Finanzbuchhaltung direkt am Buchungssatz. Über die OCR Volltextsuche erfolgt das Wiederfinden von Unterlagen über Jahre hinweg in Sekundenschnelle. Die Daten werden zur Sicherheit mehrfach archiviert.

Belege bleiben beim Auftraggeber. Es ist kein Aktentransport mehr erforderlich. Auch der Kunde kann seine Daten per Scann selbst erfassen und verschlüsselt an die EAF-PROJEKTE Limited zu Buchhaltungszwecken senden.

EAF-PROJEKTE Limited fertigt kurzfristig Buchhaltungen, Lohnabrechnungen, Betriebs-, Personal- und Kostenrechnungskonzepte. Schafft kurzfristig Aussagefähigkeit und Entscheidungshilfen. Vermittelt SAP-Spezialisten in den Modulen:

  • FI - Finanzwesen (Financial Accounting)
  • CO - Controlling (Kostenrechnung)
  • MM - Materialwirtschaft (Logistics)
  • P  - Personalwirtschaft (Human Capital Management)

 

 

Welches Haftungsrisiko trägt der Geschäftsführer einer Limited?

Die GmbH des kleinen Mannes. Wer nichts hat, gründet eine Limited. So ähnlich lauten die Sprüche des Einen oder Anderen. Manche sagen nach, was manche Narren von sich geben.

Die Gründung einer juristischen Person und das ist eine Limited, kann manchem kleinen Unternehmer auch vor dem privaten Ruin retten.

Das britische Gesellschaftsrecht bietet dem Geschäftsführer einer Limited einen deutlich höheren Haftungsschutz als ihn der Geschäftsführer einer deutschen GmbH genießt.

Wenn sich der Sitz des Unternehmens in Deutschland befindet, ist allerdings auch der Geschäftsführer einer Limited nicht gänzlich von deutschen Vorschriften gefeit.

Die Besonderheiten
Die Gründung einer Limited in England dauert weniger als 1 Woche. Wir, die EAF-PROJEKTE Limited mit der GO AHEAD, bieten Ihnen als Extraservice Express-Gründungen innerhalb von 48 Stunden und sogar innerhalb von 24 Stunden an.

Haftung des Geschäftsführers
Innerhalb einer Limited ist die persönliche Haftung des Geschäftsführers durch das UK Insolvency Law (Insolvenzrecht) und den Companies Act 2006 (Handelsrecht) geregelt.

Sie benennen grundsätzlich nur zwei Haftungsbestände:

  • Fraudulent Trading (betrügerisches Handeln) und
  • Wrongful Trading (unrechtmäßiges Handeln).
  1. Britisches Recht kriminalisiert Fahrlässigkeit nicht
    Unter „Fraudulent Trading“ versteht man im weitesten Sinne jegliche Form des betrügerischen Handelns. Man könnte eine Analogie herstellen zur Haftung nach deutschem Recht i.S.d.§823 II BGB im Zusammenhang mit einer Schutzgesetzverletzung (bei Betrug wäre das §263 StGB).

    Der Geschäftsführer einer Limited kann belangt werden, wenn er sich des Betruges schuldig gemacht hat und dadurch ein Gläubigerschaden entstanden ist. Dazu ist es – wie in einer GmbH – nicht notwendig, dass der Geschäftsführer strafrechtlich verurteilt wird, um ihn zivilrechtlich belangen zu können.

    Im britischen Recht existieren allerdings wesentlich weniger strafbewerte Vorschriften im Zusammenhang mit wirtschaftlichem Handeln.

    Anders als im deutschen Recht wird fahrlässiges Handeln nicht kriminalisiert.

    Der Geschäftsführer haftet nur dann, wenn er sich vorsätzlich einer gesetzwidrigen Handlung schuldig gemacht hat.

    Dieser Unterschied zwischen deutschem und britischem Recht wird zum Beispiel anhand der Insolvenzantragspflicht deutlich:

    Der Geschäftsführer einer GmbH kann in krisenhaften Zeiten haftbar gemacht werden, wenn er die Insolvenzantragspflicht verletzt – das heißt, wenn er es versäumt, bei drohender Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens rechtzeitig einen Insolvenzantrag zu stellen.

    Das britische Gesetz kennt keine solche Bestimmung. Das Haftungsrisiko des Geschäftsführers einer GmbH ist hier deutlich höher als das des Geschäftsführers einer Limited mit Verwaltungssitz in Großbritannien oder Zypern.

    Sonderfall: Limited mit Sitz außerhalb des UKs
    Wenn sich der Mittelpunkt der Limited (das „Center Of Main Interest“, kurz: COMI) (Geschäftliche Oberleitung) in Deutschland befindet, wird die Rechtslage jedoch etwas komplizierter.

    In diesem Fall greift die sogenannte Gründungstheorie (die von der höchstrichterlichen europäischen Rechtsprechung bestätigt wurde) nicht vollumfänglich.

    Grundsätzlich und der Gründungstheorie entsprechend müssen sich eine Gesellschaft und ihre Funktionsträger den gesellschaftsrechtlichen Vorschriften ihres Herkunftslandes unterwerfen. Im Straf-, Steuer- und Insolvenzrecht müssen sie sich jedoch nach dem (deutschen)Recht richten. Also, dem Recht des Zuzugslandes in dem sich der Verwaltungssitz befindet.

    Für den Geschäftsführer einer britischen Limited mit alleinigem Niederlassungssitz in Deutschland bedeutet dies, dass auch er die Insolvenzantragspflicht erfüllen muss.

    Beachtet dies der Geschäftsführer nicht, kann er für den so entstandenen Quotenschaden haftbar gemacht werden.

    Haftung für rückständige Steuern
    Entrichtet die Limited die Betriebssteuern nicht, haftet der Geschäftsführer einer in Deutschland tätigen Limited genau im gleichen Umfang wie der Geschäftsführer einer GmbH. Denn die Steuervorschriften, denen eine Limited mit Sitz in Deutschland unterliegt, richten sich nach dem deutschen Recht.

    Vorteile für Limited-Geschäftsführer in Deutschland
    Der Geschäftsführer einer Limited mit Sitz in Deutschland unterliegt dennoch nicht demselben Haftungsrisiko wie der Geschäftsführer einer GmbH.

    Die am schwierigsten zu beherrschenden Risiken bleiben einem Limited-Geschäftsführer erspart, auch wenn das Unternehmen in Deutschland situiert ist.

    Die Vorschriften aus dem GmbH Gesetz, insbesondere §§ 43, 64 GmbHG sind zu Lasten eines Limited-Geschäftsführers definitiv nicht anwendbar.

    Aus diesen Vorschriften ergeben sich, zumindest im Falle eines Insolvenzverfahrens, die meisten Risiken für einen GmbH- oder UG-Geschäftsführer in Deutschland.

  2. Sorgfaltspflicht im Interesse der Gläubiger
    Der Haftungsbestand des Wrongful Tradings (unrechtmäßiges handeln) im britischen Recht lässt sich grundsätzlich mit den deutschen Vorschriften im Falle einer Verletzung der Sorgfaltspflicht vergleichen.

    Die Voraussetzungen sind, um eine Verletzung festzustellen, nach englischem Recht wesentlich unternehmerfreundlicher als in Deutschland, wo die Beweislast gering und die Verjährungszeiten lang sind.

    Im britischen Recht basieren die Vorschriften des Wrongful Trading auf dem Grundgedanken, dass der Geschäftsführer in Zeiten, in denen das Unternehmen eine Krise erfährt, die Interessen der Gläubiger über die der Anteilseigner stellen muss.

    Dabei wird im englischen Recht (Section 214 Insolvency Act 1986) sogar die persönlichen Fähigkeiten, diese Situation erkennen zu können, in der Höhe der Haftung berücksichtigt. Eine solche Unterscheidung kennt das deutsche Recht nicht. Das deutsche Recht geht von einem mittleren betriebswirtschaftlichen Wissen eines Geschäftsführers aus.

    Der Geschäftsführer einer Limited bleibt beispielsweise dann haftungsfrei, wenn er die Krise erkennt und Maßnahmen ergreift, um zusätzlichen Schaden von den Gläubigern abzuwenden, die Gesellschaft aber trotzdem nicht zu retten ist.

    Er bleibt auch dann haftungsfrei, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich das Unternehmen wieder erholt, oder wenn ein solides Sanierungskonzept vorgelegt und umgesetzt wird. Er haftet lediglich für Verbindlichkeiten im Außenverhältnis, die er frei unter Inkaufnahme von weiterem Gläubigerschaden begründet.

    Anders als in Deutschland haftet der Geschäftsführer einer Limited nicht grundsätzlich für jede Zahlung, die er vorgenommen hat, nachdem das Unternehmen bereits zahlungsunfähig geworden war. Eine solche Haftungsbestimmung kennt das britische Gesellschaftsrecht nicht.

    Fazit
    Höherer Haftungsschutz für Limited-Geschäftsführer
    Der Vergleich des Haftungsschutzes, den Limited und GmbH einem Geschäftsführer bieten, lässt erkennen, dass das Risiko je nach Unternehmensform deutlich divergiert.

    Während das britische Gesellschaftsrecht einen höchstmöglichen Haftungsschutz bietet, ohne jedoch einen Freifahrtschein für kriminelle Handlungen auszustellen, machen schwammige Formulierungen und eine inkonsequente Rechtsprechung das Haftungsrisiko für den Geschäftsführer einer GmbH schwer kalkulierbar.
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